Welche Rohrkennzeichnung benötigt ein Lüftungsbauer?
Moderne Gebäude sind ohne Lüftungsanlagen kaum mehr vorstellbar. Um die verschiedenen Luftströme durch die Räume zu leiten, sind zahllose Lüftungskanäle notwendig. Um bei der Vielzahl an Rohrleitungen nicht den Überblick zu verlieren, ist eine eindeutige und ausreichende Kennzeichnung durch Schilder notwendig.
Die wichtigste Kennzeichnung für Rohrleitungen – nicht nur für den Lüftungsbau – ist die nach dem Durchflussstoff und der Fließrichtung. Für Lüftungsanlagen gibt es mit der DIN 1946-1 genaue Vorschriften für die Bezeichnung der einzelnen Luftarten. Was „Zuluft“, „Abluft“, „Umluft“ oder „Fortluft“ ist, wird genau definiert. Unterschieden wird zudem zusätzlich in Kalt- und Warmluft. Alle Lüftungskanäle und Rohrleitungen, die eine der Luftarten führen, müssen mit entsprechenden Fließrichtungspfeilen gekennzeichnet werden.
Dem Lüftungsbauer stehen dazu praktische Folienbänder und Aufkleber zur Verfügung. Diese sind meist als Pfeil gestaltet und besitzen bereits eine korrekte Färbung für die jeweiligen Luftarten. Individuell beschriftete Schilder sind dennoch möglich und erlauben zusätzliche Angaben, falls dies für eine spezielle Lüftungsanlage notwendig sein sollte. Die Schilder zur Kennzeichnung der Luftarten müssen an den Rohrleitungen in Abständen von maximal zehn Metern sowie zusätzlich an Anschlussstellen, Wanddurchbrüchen, Abzweigungen und anderen für die Lüftungsanlage wichtigen Punkten angebracht werden.
Da die modernen Lüftungsanlagen sehr komplex ausfallen können und nicht immer der selbe Lüftungsbauer die Anlage wartet, ist es empfehlenswert, zusätzliche Informationen durch Schilder an den Lüftungskanälen anzubringen. Da es dafür meist keine vorgefertigten Folien gibt, bieten sich Schildersysteme an. Diese können individuell beschriftet werden und sind nicht viel schwieriger an den Rohrleitungen zu montieren.
Am flexibelsten sind dabei Schildersysteme mit Universalhalter, die durch ein Spannband direkt am Rohr befestigt werden können. Der Rohrdurchmesser spielt dabei keine Rolle, so dass auch für große Lüftungskanäle eine Kennzeichnung möglich ist. Der Lüftungsbauer hat die Wahl zwischen Schildern aus Kunststoff oder Resopal, die graviert, bedruckt oder mit einem geeigneten Stift beschrieben werden können.